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50. Kurt-Magnus-Preis der ARD verliehen

PRESSEMITTEILUNG
Mit dem Kurt-Magnus-Preis sind am heutigen Mittwoch fünf junge Radiotalente ausgezeichnet worden. Den ersten Preis, dotiert mit 8.000 Euro, erhielt David Rother vom Westdeutschen Rundfunk (WDR). Den zweiten Preis (6.000 Euro) verlieh die Jury an Sofie Donges vom Norddeutschen Rundfunk (NDR). Christiane Abelein vom Deutschlandradio erhielt den mit 4.000 Euro dotierten dritten Preis, Christian Schiffer vom Bayerischen Rundfunk (BR) den vierten (3.000 Euro) und Diane Arapovic vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) den fünften Preis (2.000 Euro).


Der Jury gehörten an: die Hörfunkdirektoren Wolfgang Schmitz (WDR, Vorsitzender der Hörfunkkommission der ARD), Christoph Singelnstein vom rbb und vom Hessischen Rundfunk (hr) Dr. Heinz Sommer (Vorsitz). Der Kurt-Magnus-Preis, in diesem Jahr zum 50. Mal verliehen, wurde 1962 zu Ehren des 1887 in Kassel geborenen Radiopioniers Kurt Magnus gestiftet und ist der Hörfunk-Nachwuchspreis der ARD.

David Rother (Jahrgang 1978) ist seit 2007 Redakteur in der Programmgruppe Unterhaltung des WDR-Hörfunks. Seine journalistische Laufbahn begann er als freier Journalist während seines Studiums der Literaturwissenschaft und Geschichte in Aachen und Siena. Zum WDR kam er 2004 als Volontär und arbeitete dort bis zu seiner Festanstellung als freier Mitarbeiter. David Rother vereinige, so die Jury, ganz verschiedene Fähigkeiten und Talente. In seinen Wettbewerbsbeiträgen sei er politischer Berichterstatter und Kommentator, Moderator und Feature-Autor. Vor allem aber sei David Rother ein Nachwuchstalent im Sektor Unterhaltung, sei es als Moderator des WDR 5-Satiremagazins oder als Autor eines Features über den 75. Geburtstag von Dieter Hallervorden. „Stets beweist David Rother, dass die Gattung Unterhaltung und Satire nach wie vor zu den Höhepunkten und besonderen Stärken des Radios zählen kann. Er bringt die Zuhörer zum Lachen und über das Lachen hinaus zum Nachdenken“, heißt es in der Begründung der Jury.

Sofie Donges (Jahrgang1981), seit 2009 Redakteurin bei der jungen NDR-Welle N-JOY, begann ihre Radiokarriere beim hr, während sie noch Skandinavistik und Politologie studierte. Seit 2007 war sie als Volontärin und Reporterin beim NDR-Hörfunk im Einsatz und vertrat 2010 den ARD-Korrespondenten in London. „Sofie Donges ist eine herausragende Vertreterin der neuen, jungen Journalistengeneration“, stellt die Jury fest. Sie beherrsche viele verschiedene Facetten des Radios, sei aber auch trimedial einsetzbar und habe entsprechende Beispiele vorgelegt. Die Jury hat sich auf ihre Radiobeiträge konzentriert, die durch ihr breites Spektrum überzeugen. Ein einfühlsames Porträt der englischen Schauspielerin Helen Mirren zu deren 65. Geburtstag zählt genauso dazu wie ein aktueller Korrespondentenbeitrag zur Lage des Ölkonzerns BP. „In allen Fällen überzeugt sie durch Einfallsreichtum, genaue Recherche und eine dem Medium Radio gemäße Aufarbeitung“, lobt die Jury.

Christiane Abelein (Jahrgang 1981) arbeitet seit 2008 beim Deutschlandradio. Während ihres Studiums der Journalistik und Theaterwissenschaften absolvierte sie Volontariat und Praktika bei MDR und BR. Christiane Abelein hat sich nicht nur theoretisch mit dem Journalismus, dem Netz und den Nachrichten beschäftigt. „Für das neue Programm des Deutschlandradios, das digitale Angebot ‚DRadio Wissen‘, hat sie Nachrichten der Zukunft entworfen, die durch die fiktionale Anverwandlung einen Weg zum Verständnis der Welt von heute darstellen“, urteilt die Jury. Darüber hinaus habe Christiane Abelein aber auch mit ganz anderen Themen und sorgfältig komponierten Beiträgen überzeugt, ob zum Verhältnis zwischen der Finanzkrise und den Medien bzw. dem Kino, einem Porträt eines Orgelbauers oder einem Beitrag über Schweinemast.

Christian Schiffer (Jahrgang 1979) arbeitet seit vier Jahren für den Zündfunk des BR. Zuvor studierte er in München Wirtschafts- und Sozialgeographie sowie Politikwissenschaften und arbeitete für verschiedene Medien, besonders im Online-Bereich. Er ist als Autor und Reporter wie auch als Moderator tätig. Sein besonderes Interesse gilt der „digitalen Welt“. Die Themen der eingereichten Beiträge sprächen da für sich, urteilt die Jury: Es geht um „Das Atom und die Popkultur – Eine Kulturgeschichte des nuklearen Super-Gaus“, um die „Vermessung der Welt Google“ oder um eine kritische Bestandsaufnahme der „Rechten Medienwelt: Freiheit, die sie meinen“, in dem sich Schiffer unter anderem mit den Terroranschlägen in Norwegen auseinandersetzt. „Christian Schiffers Beiträge haben überzeugt“, so die Jury, „weil in der tradierten Form des großformatigen Features neue Themen spannend und radiophon für die junge Zielgruppe aufgearbeitet werden.“

Diane Arapovic (Jahrgang 1981), seit 2009 beim rbb, ist bei „radioeins“ Redakteurin für die beiden wichtigsten aktuellen Sendungen, „Der schöne Morgen“ und „Der Tag“. Zuvor studierte sie in Köln Soziologie, Germanistik und Philosophie und arbeitete für den WDR. Diane Arapovic hat die Jury mit ganz unterschiedlichen Arbeiten überzeugt: mit einem Porträt einer alten Frau, die sich in Indonesien um Orang-Utans kümmert, Beiträgen zur Frauen-Fußball-WM und Themen aus dem Lokaljournalismus. „Ihre Beiträge sind anschaulich, direkt und zupackend“, befindet die Jury, „Diane Arapovic ist im besten Sinne des Wortes ‚nah dran‘.“

Die Preisträger 2012


Verleihung des 50. Kurt-Magnus-Preises der ARD am 28. März 2012 im Hessischen Rundfunk (von links): Sofie Donges (NDR), Trägerin des 2. Preises; Wolfgang Schmitz, Hörfunkdirektor WDR und Vorsitzender der Hörfunkkommission der ARD; David Rother (WDR), Träger des 1. Preises; Christiane Abelein (DLR), Trägerin des 3. Preises; Christian Schiffer (BR), Träger des 4. Preises; Diane Arapovic (rbb), Trägerin des 5. Preises; Dr. Heinz Sommer, Hörfunkdirektor HR und Vorsitzender der Jury; Gisela Wüst, Tochter von Kurt Magnus.

Bild: hr/Ben Knabe


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Veröffentlicht von Tom Sprenger am 28.03.2012
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