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Lokalradio Mainz: Nur noch zwei Bewerbergruppen im Rennen
Im September vergangenen Jahres wurde die UKW-Sendekette von bigFM in Rheinland-Pfalz neu ausgeschrieben. Gleichzeitig wurde die Mainzer UKW-Frequenz 106,6 MHz aus der UKW-Sendekette von bigFM entnommen und für ein Lokalradio neu ausgeschrieben. Damit will die rheinland-pfälzische Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) ihrem Lokalradio-Konzept treu bleiben.
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Für das Lokalradio in Mainz gingen insgesamt vier Anträge ein:
- Radio Group GmbH, die bereits eine Lokalfunkkette in Rheinland-Pfalz betreibt
- Mainz 106Punkt6 Lokalradio GmbH i. G. (unter Beteiligung einer Personengruppe die Radio 97eins betreibt)
- Radio Mainz Live Rundfunk GmbH um Vittorio Nobile (Geschäftsführer Antenne Koblenz)
- Radio Mainz GmbH, Zusammenschluss Mainzer Unternehmer
Nach Auskunft der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) zeichnete sich in den mündlichen Anhörungen ein Zusammenschluss einiger Bewerber ab. Wie Radiogroup-Geschäftsführer Stephan Schwenk gegenüber der radioWOCHE bestätigte, habe sich die Radiogroup mit den Bewerbern 97eins und Vittorio Nobile zusammen geschlossen. Damit wollen die erfolgreichen Radiomacher gemeinsam gegen das geplante Programm der Radio Mainz GmbH antreten.
Während die Vorteile der Gruppe um die Radiogroup ganz klar auf der Erfahrung im Radiobereich liegen, liegen die Vorteile von Radio Mainz bei den lokal verankerten Gesellschaftern.
Größter Gesellschafter der Radio Mainz GmbH ist die bundesweit bekannte Brezelbäckerei Ditsch, wie Radio Mainz Geschäftsführer Werner Horn gegenüber der radioWOCHE sagte. Weitere Gesellschafter sind Mainzer Unternehmen wie beispielsweise eine Containerfirma, ein Software Unternehmen, ein Gastronom, ein Musikverlag, der 1. FSV Mainz 05, das Bistum Mainz, der Mainz City Management e.V. und ein Markforschungsinstitut.
Sein Wissen, seine Erfahrungen »in Sachen Mainz« wird Horn als Geschäftsführer der Radio Mainz GmbH zur Verfügung stellen. »Wir wollen verhindern, dass Menschen, die die Mainzer Seele nicht kennen und denen egal ist, was die Menschen in der Stadt bewegt, in unserer Landeshauptstadt eine von außen und fremdbestimmte Abspielstation für Werbeblöcke installieren«, fasst Werner Horn die Motivation für die Radio Mainz GmbH-Gründung zusammen. »Für uns steht an erster Stelle der Inhalt und an zweiter Stelle die Werbung - erwartete Werbeerlöse bleiben in Mainz, denn sie werden in Personen und Programm investiert.«
Radiogroup Geschäftsführer Stephan Schwenk will sein Lokalradio-Konzept zusammen mit seinen Mitstreitern auch nach Mainz bringen. Hinter der Gruppierung stehen als Gesellschafter Stephan Schwenk (größter Gesellschafter), olaf Hopp, Vittorio Nobile und dessen Frau, Michael Hassinger und Volker Pietzsch von Radio 97eins, einige weitere Privatpersonen und zwei Mainzer Sportvereine.
Die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) will in ihrer Sitzung am 14. Februar 2011 über die Ausschreibungen entscheiden.
Veröffentlicht von
Stephan Fischer am 27.01.2011
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